In einem festlichen Gottesdienst wurde Pfarrer Christian Mayer nach sechs Jahren Dienst aus der Evangelischen Erlöser-Kirchengemeinde verabschiedet. „Ich habe mich in der Kirchengemeinde sehr gut beheimatet gefühlt“, sagte der 50-jährige Theologe. Viele Menschen aus der Gemeinde und der Nachbarschaft haben sich von ihm am Sonntag, 5. Februar, verabschiedet.

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Erstellt von: www.sterni-copters.de

Wenn Sie in der Evangelischen Kirche Mitglied sind, dann gehören Sie in der Regel zu der Kirchen- bzw. Pfarrgemeinde, innerhalb deren Gebiet Ihr Wohnsitz liegt. Falls Sie sich aber in einer anderen evangelischen Kirchen- oder Pfarrgemeinde, zum Beispiel im Nachbarort, zu Hause fühlen und dort auch formell dazu gehören möchten, dann gibt es dafür die Möglichkeit der „Umgemeindung“.  Sowohl das Pfarramt der Gemeinde, aus der Sie kommen, als auch das Pfarramt der Gemeinde, in der Sie sich anmelden wollen, können eine solche „Umgemeindung“ für Sie in die Wege leiten. Aber Achtung: Nach einem Umzug auch über eine kleine Distanz muss eine solche „Umgemeindung“ in der Regel erneuert werden.

Wir freuen uns schon jetzt, Sie als neues Mitglied unserer Gemeinde begrüßen zu dürfen! Bei Fragen können Sie sich gerne an die beiden Pfarrer wenden.

Formular Umgemeindung herunterladen

„Wir haben in der Angst gelebt, von der Polizei festgenommen und abgeschoben zu werden. In den letzten Wochen haben wir unsere Wohnung nicht mehr betreten und uns permanent versteckt gehalten.“ Wenn Fayza Hussein und Saad Banko auf die Geschehnisse im vergangenen Frühjahr zurückblicken, steht ihnen das Entsetzen über die drohende Abschiebung und die Erleichterung darüber, dass sie nun in Deutschland bleiben können, noch deutlich ins Gesicht geschrieben. Das aus Syrien geflohene Ehepaar hat damals Zuflucht bei der Kirche gefunden und von Ende März bis Ende August fast ein halbes Jahr im Kirchen-Asyl in der Evangelischen Erlöserkirche in Wermingsen gelebt. Die Gefahr ist nun gebannt. Es steht fest, dass ihr Asyl-

Verfahren in Deutschland und nicht in Italien durchgeführt wird, und sie dauerhaft in ihrer Wohnung in Hemer bleiben können.

Unvorstellbare Zuständein der Heimat
Die Zustände in Syrien sind unvorstellbar. Man geht davon aus, dass sich rund die Hälfte der etwa 22 Millionen Syrer inzwischen auf der Flucht befinden – das halbe Volk ist unterwegs, um sich vor den Kriegswirren und vor Verfolgung in Sicherheit zu bringen. So auch der 45-jährige Saad Banko, der seit mehr als zehn Jahren in Damaskus als Schweißer selbstständig gearbeitet hat und nach dem Kriegsausbruch zusammen mit einer Frau die zerstörte Stadt verlassen musste, um Leib und Leben zu sichern. Zunächst ging es nach Ost-Syrien in die Heimat seiner Familie, die aber unter den Einfluss kurdischer Gruppierungen geriet. Als politisch Verfolgte haben die beiden dann schließlich das Land verlassen – Verwandte, die das nicht

getan haben, haben inzwischen mit ihrem Leben bezahlt.


Von vornherein hatte das Paar den Plan, nach Deutschland zu fliehen, wo es Verwandte hat. Der Weg sollte über die Türkei mit dem Schiff nach Italien und dann nach Norden gehen. In Italien wurden sie aber von der Polizei aufgegriffen, die Personalien wurden ebenso aufgenommen wie ihre Fingerabdrücke, und Italien war somit das erste EU-Land, in dem Saad Banko und Fayza Hussein registriert wurden. Für den weiteren Verlauf ihrer Flucht sollte das noch sehr wichtig werden.

Unser Beitrag zur Kampagne "Barrierefreier Kirchenkreis" ist die öffentlich zugängliche und behinderten gerechte Toiletten Anlage in unserem Gemeindehaus im Wiesengrund.

Nach langer Zeit konnten wir 2013 endlich die Toiletten im unteren Gemeindehaus sanieren. Die bisherige Anlage stammte noch aus der Gründerzeit der Kirche. Natürlich sollte auch gleich die Barrierefreiheit mit bedacht werden. Bis ins Detail geplant und nun auf dem neusten Stand ist die neue behindertengerechte Toilette. Mit einem europaweit benutzbaren Schlüssel, den Menschen mit Behinderung beantragen können, ist das WC mit Duschen auch von außen zugänglich. Die Toilette ist außerdem höhenverstellbar. Durch Ausschilderung wird auf diese nun öffentliche Toilette hingewiesen. Behindertenparkplätze sind vorhanden. Die Gemeinde beteiligt sich damit an dem Projekt "Barrierefreier Kirchenkreis Iserlohn". Im März 2014 wurde das Projekt mit dem Preis des Beirats für Menschen Behinderungen von der Stadt Iserlohn ausgezeichnet und ist seither Vorzeige Projekt für Barrierefreiheit.

Auch die übrigen Toiletten auf der Etage sind nun hell und freundlich gestaltet, mit moderner Beleuchtung, die energieeffizient geschaltet ist und Wasser sparendem Einsatz. Wenn man die Bilder von früher sieht, kann man nur sagen: Das war jetzt wirklich nötig! An dieser Stelle auch nochmal ein herzliches Dankeschön an unseren Baukirchmeister Jochen Pfänder, der das Projekt von der Planung bis zur Umsetzung kompetent begleitet hat.

 

 

 

Am Sonntag, 02.03, erhielt unser Baukirchmeister Jochen Pfänder den Preis des Beirates für Menschen mit Behinderung. Damit wurde unser Projekt von 2013 „Barrierefreie Toilettenanlage“ ausgezeichnet. Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Jochen Pfänder für die erfolgreiche Planung, Organisation und Durchführung des Umbaus!

Foto: Josef Wronski, IKZ

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Kampagne "Barrierefreier Kirchenkreis"

Der Evangelische Kirchenkreis Iserlohn hat die Vision

 eines „Barrierefreien Kirchenkreises“ entwickelt. Zu diesem Zweck initiierte der Kirchenkreis Iserlohn die bis zum Reformationsjahr 2017 vorgesehene Kampagne „Barrierefreier Kirchenkreis“.

Wir wollen Schwellen abbauen und barrierefreie Zugänge ermöglichen...
  • …für Menschen mit Beeinträchtigungen,
  • ...für Menschen, die in unserer Mitte alt geworden sind,
  • ...für Menschen, denen die Kirche fremd geworden ist.
Weitere Infos über die Kampange des Kirchenkreises Iserlohn erhalten Sie unter 
   

Tageslosung  

16. Oktober 2017
Der Himmel wird wie ein Rauch vergehen und die Erde wie ein Kleid zerfallen, und die darauf wohnen, werden wie Mücken dahinsterben. Aber mein Heil bleibt ewiglich.
   
© Erlöserkirchengemeinde Iserlohn