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Auschwitz-Gedenkstunde

Unfassbar! –Auch noch nach 77 Jahren

Auftrag an jede(n) von uns

 

Der Initiator Ulrich Langmesser moderierte die Gedenkstunde

 

Niemals dürfen wir vergessen. Unsere Pflicht ist es, den jungen Menschen davon zu berichten, denn sie haben keine Chance mehr, Zeitzeugen zu befragen.

Das Verbrechen hat seine Aktualität nicht eingebüßt.

Wir müssen uns davor hüten, wieder neuer Ausgrenzung in unserer Gesellschaft Raum zu geben.

Das war die Botschaft an die Zuhörer. Der Gemeindesaal der Erlöserkirche Iserlohn war am Vorabend des Auschwitz-Gedenktages (Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945 durch die Rote Armee)  unter Corona-Bedingungen fast voll besetzt. Sogar Jugendliche hatten sich eingefunden.

 

Ging unter die Haut

Erfreulich für den Initiator der Veranstaltung. Ulrich Langmesser moderierte die Gedenkstunde und setzte zwischen den gelesenen Texten bemerkenswerte musikalische Akzente, die unter die Haut gingen. Er leitete die Gedenkstunde ein mit dem Appell: „ Wir möchten heute hier gemeinsam all derer gedenken, die im Dritten Reich auf bestialische Weise von den Nazis umgebracht worden sind.“

Der Klavierspieler Ulrich Langmesser spielte Musik aus dem bekannten Film „Schindlers Liste“. Und er brachte Werke zu Gehör von dem jüdischen Musiker und Komponisten Wladyslaw Szpilman, der das Warschauer Ghetto überlebt hatte.

 

Singen beim morgendlichen Ausrücken

Pfarrer Dr. Abrath: „Die Moorsoldaten“

 

Pfarrer Dr. Gottfried Abrath trug ein Lied in jiddischer Sprache vor und begleitete sich mit der Gitarre.

Alsbald sang er ein Lied, das die Insassen im KZ Börgermoor beim morgendlichen Ausrücken zum Arbeitseinsatz regelmäßig sangen, denn dann war singen befohlen:

Das Häftlingslied „Die Moorsoldaten“.

 

Realschullehrerin Birgit Hartig benannte später die verschiedenen Gruppen, die dieser NS-Gewalt zum Opfer gefallen sind und entzündete für sie jeweils eine Kerze: Sinti und Roma, Juden, Pazifisten, Bibelforscher, Behinderte, psychisch kranke Menschen, Homosexuelle und viele mehr.

Birgit Hartig ist ausgebildete Begleiterin für die Auschwitz-Gedenkstätte. Als Realschullehrerin hat sie viele Klassen nach Auschwitz geführt und sie dort mit den Vergehen vertraut gemacht, sie dann aber auch bei der Verarbeitung des Gesehenen begleitet.

 

„Zeigen Sie Mut!“

Kerzen für die unfassbar vielen Gruppe, die Opfer wurden.

 

Ulrich Langmesser  war es wichtig deutlich zu machen:

„Es sind nicht nur diejenigen schuld, die gemordet haben sondern auch die, die den Mund gehalten haben, weg geschaut haben“. Er verlas einen Text von Martin Niemöller, der  dies wahrlich „spürbar“ machte- einigen Zuhörern lief es kalt über den Rücken dabei, wie sie später sagten.

Ulrich Langmesser forderte am Ende die Besucher auf: „Machen Sie den Mund auf, wenn Geflüchtete, Behinderte, alte Menschen oder andere Schutzbedürftige  angegangen werden.

„Zeigen Sie Mut!“

Fotos und Text: Bettina Pelters

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