Gottesdienst jeden Sonntag um 10:30Uhr ab sofort in der Winterkirche (geheizter Gemeindesaal)  – 02371 60527

Jesus Life Projekt in der Erlöserkirche

„Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an.“

 

Der Vers steht in einer Geschichte, die erzählt, wie David als der jüngste und unscheinbarste Sohn eines Hirten zum König von Israel gesalbt wird, obwohl seine starken und schönen Brüder sich äußerlich viel besser als Könige gemacht hätten. –

Aber die Wahl Gottes beruht eben nicht auf Äußerlichkeiten, sondern auf einen Blick in das Herz, in das Innerste des Menschen.

Die tiefere Erkenntnis für dieses Wochenende könnte sein:

Gott kommt es nicht darauf an, wie schön, stark, beliebt oder erfolgreich ein Teenager einmal sein wird oder bereits ist. Jenseits von allem Äußeren, wonach Menschen von anderen Menschen beurteilt werden, sieht Gott in das Innere eines Menschen und schätzt dieses wert.

Jugendreferent Daniel Stadie stellte mit seinen helfenden Betreuern die Workshops vor, auf die sich die Konfirmanden verteilen durften.

Die Workshops 

Der Speckstein-Workshop wurde als erstes abgefragt und war enorm beliebt- zur Verwunderung auch der Teamer. Wegen des entstehenden Staubes bei der Arbeit und weil es sich wahrlich nach Sommer anfühlte wurden Tische und Stühle in den Kirchgarten getragen.

Eine intime Gruppe sammelte sich um die Betreuerin und wanderte zum Musik-Workshop in die kühle Kirche. Hier wurden Lieder für den Gottesdienst am nächsten Morgen erarbeitet.

Überwiegend Jungen scharten sich um die beiden Betreuer, die mit ihren Teilnehmenden zur Erstellung eines Paper-Video-Clips in den ebenfalls kühlen Keller entschwanden.

Und die Mädchen nutzten den nun freiwerdenden Gemeindesaal, rissen buchstäblich die Fenster auf, ließen die Sonne hinein und erarbeiteten sich eine Choreographie zu dem bekannten Song „unstoppable“ von Sia, der perfekt passte zum Thema.

Während überall im Haus heiß diskutiert, erarbeitet, verworfen und entwickelt wurde, ging es in der großen Küche des Gemeindehauses geradezu gelassen zu.

Das Küchenteam

Stefan hatte sich mit einem Teamer in die große Gemeindehaus-Küche zurückgezogen. Die beiden Männer schnibbelten im heiteren Gespräch routiniert arbeitend die regionalen, frischen Produkte, die morgens gekauft worden waren. Nachhaltigkeit, regional, saisonal, und in Bio-Qualität- das waren die Werte, die die Jugendlichen „so ganz nebenbei“ um 17 Uhr beim Abendessen auch noch in ihren „Erkenntnis-Rucksack“ des Wochenendes packen sollten.

Und dann schmeckte das frisch gekochte Abendessen so gut- und in Gemeinschaft noch besser. Die beiden Köche freute es.

Nun waren die Workshops zu Ende zu bringen und für den Gottesdienst am nächsten Morgen vorführreif aufzubereiten.

Dann hieß es: Licht aus!

Nein, nicht zur Nachtruhe- um 20:30 Uhr wäre das dann doch ein wenig früh gewesen.

Nun begann die „Earth-hour“. Jährlich am 26. März wird rund um den Globus von 20:30 Uhr bis 21:30 Uhr in öffentlichen Einrichtungen, Unternehmen, Kirchen, Privatpersonen das Licht abgeschaltet. Es geht darum, auf die knappen Ressourcen unserer Erde aufmerksam zu machen, die uns geliehene Schöpfung zu bewahren für künftige Generationen.

Die Konfirmanden folgten mit Kerzen Pfarrer Dr. Abrath in die dunkle Kirche.

„Stefan“, der vorhin noch als genial guter Koch beim Abendessen viel Anerkennung erhalten hatte, saß nun in der Kirche bei Kerzenschein bereit zum Gespräch mit den Jugendlichen.

Hier erfuhren sie, dass „Stefan“ sein neuer Name ist, den er hier in Deutschland als Beginn eines neuen Lebensabschnittes angenommen hatte. Er berichtete von seiner langen Zeit auf der Flucht aus seinem Heimatland, von vielen Sorgen und Ängsten unterwegs, von kaum überwindbaren Hürden und unverhofft helfenden Menschen am Wegesrand.

Er berichtete, dass er zum Schluss in dieser Kirchengemeinde, unten neben dem für diese Nacht genutzten Schlafraum, sein Kirchenasyl erhalten hatte. Nur in Deutschland gibt es ein Jahrhunderte-

altes Kirchenrecht, Menschen auf der Flucht Kirchenasyl gewähren zu dürfen.

Solange sie auf dem Kirchengrundstück sind darf niemand sich an diesen Geflüchteten im Schutzraum vergreifen.

 

Die Konfirmanden hatten in dieser Stunde nur einen kleinen Teil von Stefans derzeit 27 Jahren Leben erfahren. Ihnen wurde aber klar, dass dieses Kirchenasyl dazu führte: Er darf erstmal in Iserlohn bleiben. Nach den erforderlichen Deutschkursen hat er eine Ausbildung begonnen. Er ist seit 2 Jahren in dieser Erlöser-Kirche Presbyter und strebt nach einem dauerhaften Leben in Deutschland in Sicherheit und Frieden.

Was die Konfirmanden sonst nur aus den Nachrichten „kennen“ wurde in dieser „Earth-hour“ und mit Stefan „greifbar“.

Damit die Gedanken zur Nacht eine gute Wendung nahmen stand nun das Spiel „Werwolf“ auf dem Aktivitätenplan. Um 23 Uhr wurde die Nachtruhe ausgerufen.

„Volles Haus“

Der Gemeindesaal war am Sonntag zum Gottesdienst „rappelvoll“. Alle verfügbaren Stühle wurden noch aus den entlegensten Räumen herbeigetragen.

Die Gemeinde, Familienangehörige der Jugendlichen, Freunde und Bekannte waren gekommen und wollten im Gottesdienst sehen und hören, was es denn mit diesem Jesus Life Projekt auf sich hatte.

Und viele haben die Jugendlichen in ihren ernsthaften Gedanken und Überlegungen von einer ganz anderen Seite kennengelernt bei diesem Gottesdienst.

Marie Fesser und Soey Stelzer haben darüber hinaus in einer spontan-Idee beschlossen, die Begrüßung für das nächste Gemeindeblatt zu schreiben und damit der Gemeinde, den Mitarbeitern, dem Pfarrer, Jugendreferent Daniel Stadie und allen Beteiligten für eine erlebnis- und lehrreiche Konfirmandenzeit zu danken (nachzulesen auf der Homepage der Erlöser-Kirche Iserlohn, „Gelbes Blättchen“ Mai 2022).

Etwa die Hälfte dieser Gruppe möchte sich nach der Konfirmation nun auch selbst in die Jugend- und Gemeindearbeit einbringen. Kirche lebt.

Foto & Text: Bettina Pelters

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